A g’scheite Panier: Der Feminismus und Ich oder doch Wir.

In der scharfsinnigen Parallelität von meinem Feminismus und dem Feminismus der Öffentlichkeit dehnt sich die Ausstellungsperformance AUFRÄUMEN – von und mit Gabriela Hiti, Johanna Hierzegger und Pia Hierzegger. Dieses (und hoffentlich doch nicht zum letzten) Mal als TiB-Gastspiel von eisenZ*ART. Der Rahmen ist geschickt verstrickt: eine historische Rückschau verschlingt sich mit einer subjektiv-simultanen Erinnerungsarbeit, schwelgt… Weiterlesen A g’scheite Panier: Der Feminismus und Ich oder doch Wir.

Der Text braucht ein Ich

…sagt Ed. Hauswirth. Der Anspruch an den Text ist monumental. Er ist ein Baustein in einem Theaterstück, wurde geschrieben (von irgendjemanden) verändert (durch irgendjemanden), ausgesprochen (von Dreien) und videografiert (von Ed.). Nun fehlt ihm also noch ein Ich. Die Rabtaldirndln wollen dafür sorgen. Aufgehen soll etwas in einem Text, einen Graben überbrücken soll er. Im… Weiterlesen Der Text braucht ein Ich

„WIR FRESSEN AUF…“ im beschaulichen Rahmen

Antonio Fians Dramolette wissen derzeit im Literaturhaus Graz an runden Tischen zu begeistern. Es ist dem Theater Kaendace zu verdanken, dass diese Texte ihre Qualität nun auch wieder auf der Bühne versinnlichen dürfen. Zwei Menschen neigen sich einander zu, von einander und von sich selbst weg, lauschen, schweigen, widersprechen. Das Leben eben. Fian beherrscht es… Weiterlesen „WIR FRESSEN AUF…“ im beschaulichen Rahmen

Das Phänomen der Introspektion. Die Rabtaldirndln proben noch.

Diese Mitwelt ist keine Gaudi, gar totbringend ist sie, in so einer Weiberwirtschaft mit den Schattenweibern. Es wird höllisch. Die Geruchlosigkeit des Todes hängt über diesen Probentag des neuesten Stücks der Die Rabtaldirndln. Regisseur Ed. Hauswirth fordert zu einer Introspektion über das Ende jeder-ihrigen Zeit heraus. Die Reihenfolge wird geknobelt, 20 Minuten stehen je Selbstbeschau… Weiterlesen Das Phänomen der Introspektion. Die Rabtaldirndln proben noch.

Die Rabtaldirndln-Probe mit Beobachtung

An einem zur Hochtranspriration antreibenden Spätsommertag 2018 treffen sich Die Rabtaldirndln nach Pause mit Regisseur Ed. Hauswirth zur Probenwiederaufnahme. Zwei Hunde (jugendlich und altertümlich) und ich dürfen beiwohnen. In der TiB-Bar wird Espresso stilecht in einem metallenen Kaffeekocher offeriert. Im Mittelpunkt steht für mich der Schaffensprozess; den Inhalt des Stücks verhalte ich indes verzückt. Der… Weiterlesen Die Rabtaldirndln-Probe mit Beobachtung

Castorfs HUNGER : Eine Verrätselung

Halsbrecherische Stöckelschuhe werden holprig  über das Halleiner Kopfsteinpflaster an jenem 11. Augustabend geschleppt. Es ist Festspielzeit, die Prämiere von HUNGER hat bereits für Wirbel gesorgt, die Publicity stimmt. Heute ist das Wetter lau, hitzebedingte Ausfälle auf der Perner-Insel sind nicht zu argumentieren. „Ich bleibe eh nur bis zur Pause“, flötet der adrett gekleidete, grauhaarige Mann… Weiterlesen Castorfs HUNGER : Eine Verrätselung

NACHTASYL: Theater T’eig oder Theater der Selbstbezichtigung

Eins steht fest: Im Sommer muss man nicht nach Salzburg, um ein Theater zu erleben, dessen Inszenierungskonzept vordergründig von der interpretativen Regiebearbeitung des Stoffes lebt. Kein Neuenfels, kein Castorf ist nötig, das Ensemble oder besser: die t'eiger stehen für eine ganz spezielle und sich kontinuierlich verfeinernde Dramaturgie. Sie haben sich mittlerweile das, was sie mit den… Weiterlesen NACHTASYL: Theater T’eig oder Theater der Selbstbezichtigung