Castorfs HUNGER : Eine Verrätselung

Halsbrecherische Stöckelschuhe werden holprig  über das Halleiner Kopfsteinpflaster an jenem 11. Augustabend geschleppt. Es ist Festspielzeit, die Prämiere von HUNGER hat bereits für Wirbel gesorgt, die Publicity stimmt. Heute ist das Wetter lau, hitzebedingte Ausfälle auf der Perner-Insel sind nicht zu argumentieren. „Ich bleibe eh nur bis zur Pause“, flötet der adrett gekleidete, grauhaarige Mann… Weiterlesen Castorfs HUNGER : Eine Verrätselung

NACHTASYL: Theater T’eig oder Theater der Selbstbezichtigung

Eins steht fest: Im Sommer muss man nicht nach Salzburg, um ein Theater zu erleben, dessen Inszenierungskonzept vordergründig von der interpretativen Regiebearbeitung des Stoffes lebt. Kein Neuenfels, kein Castorf ist nötig, das Ensemble oder besser: die t'eiger stehen für eine ganz spezielle und sich kontinuierlich verfeinernde Dramaturgie. Sie haben sich mittlerweile das, was sie mit den… Weiterlesen NACHTASYL: Theater T’eig oder Theater der Selbstbezichtigung

Robert Seethaler: „Das Feld“. Eine Besprechung

Robert Seethaler, 2018, Das Feld. Berlin, Hanser, 240 Seiten, ISBN 978-3-446-26038-2 Neuerdings ist in Buchbesprechungen oftmals die Rede von sogenannten Page-Turnern. Diese Umschreibung soll Bücher definieren, die man nicht weglegen kann, weil sie einen Lesefluss erzeugen, der nicht enden will. Der Text entzückt die Leserschaft so sehr, dass diese sich völlig in der literarischen Imaginationswelt… Weiterlesen Robert Seethaler: „Das Feld“. Eine Besprechung

Michael Krüger: „Einmal einfach“. Eine Besprechung

Krüger Michael 2018, Einmal einfach. Berlin, Suhrkamp Gedichte, 130 Seiten, ISBN: 978-3-518-42798-9 Nun ist der fünfte und voraussichtlich letzte Gedichtband von Michael Krüger bei Suhrkamp erschienen. Gelegenheitsgedichte sind es, wie Krüger seine Verse im Anschluss an Goethe verstanden haben will. Diese entspringen keinem wohlüberlegten Konzept, sind nicht als Resultat intellektuellen Kalkulierens aufzufassen, sondern bewirken sich… Weiterlesen Michael Krüger: „Einmal einfach“. Eine Besprechung

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„Du-du-du, das darfst du nicht!“

Vom Zauber, ästhetischer Distanz, einer theatralen Henne-Ei-Frage und gesellschaftsrelevanten Ver(un)möglichungen. Karin Scaria-Braunstein im Gespräch mit Verena Kiegerl: Regisseurin, Dramaturgin & Theaterpädagogin Präludium: Frühsommer 2018 im Ennstal. Ein Bahnhofsrestaurant entpuppt sich als kulinarischer Clou. Das Gespräch findet bei Kaffee neben Schienen statt. Karin: Zu Beginn eine ganz allgemeine Einschätzung vor dir: Welche Stellung hat die Kunst… Weiterlesen „Du-du-du, das darfst du nicht!“

Laila Soliman, „No Desert Roses“, Theaterstück. Eine Besprechung

„No Desert Roses“ ist ein sorgfältig arrangiertes Theaterstück, das in erster Linie den Graubereich zwischen Identität und Alterität auszuloten versucht ist. Der strukturelle Aufbau folgt dem inhaltlichen Anspruch, was konkret bedeutet, dass Form und Inhalt weitgehend harmonisieren. Als inhaltlicher Hintergrund fungiert der sogenannte „Arabische Frühling“, und hier insbesondere die sich über Ägypten aus formierenden Protestbewegungen,… Weiterlesen Laila Soliman, „No Desert Roses“, Theaterstück. Eine Besprechung

Ed. Hauswirth: Lust, Freiheit. Theater!

Längst nicht nur über die Wandlung von Natural Born Killers zur Matrix , die Geburt der Hochfrequenzarbeit in den 90ern, die Problemgruppe der "Alten, weißen Männer" - und was Shakespeare mit LeFloid zu tun hat. Karin Scaria-Braunstein im Gespräch mit Ed. Hauswirth Präludium: Gegen Ende Mai und 18:00. Wir setzen uns in ein Café in… Weiterlesen Ed. Hauswirth: Lust, Freiheit. Theater!